Bildertouren

Hier können Sie virtuelle Stadtspaziergänge oder Bilderreisen zu Highlights aus der Geldgeschichte unternehmen und Werke aus der Buchsammlung des MoneyMuseums kennenlernen.

Pandas, Philharmoniker und Kängurus: Berühmte Goldanlagemünzen

Von Aila de la Rive, © MoneyMuseum 2010

Goldanlagemünzen sind Goldstücke, die nach 1800 ausgegeben wurden und mindestens 90 Prozent Feingold enthalten. Sie dienen zur Wertanlage oder zur Spekulation auf den Goldwert. Hier stellen wir einige der berühmtesten dieser Goldmünzen vor. Es gibt unzählige mehr – die Europäische Kommission gibt jährlich eine Liste heraus mit mehr als 800 Stücken, die in den EU-Staaten als Goldanlagemünzen gehandelt werden.

Mode auf Münzen II: Frisuren

Von Carol Schwyzer, © MoneyMuseum 2010

«Sie kämmt ihr goldenes Haar. Sie kämmt es mit goldenem Kamme ...» In Heinrich Heines Gedicht von der Loreley leuchtet sie magisch auf, die verführerische Schönheit der Frau, die ihr glänzendes volles Haar frisiert.

Die Frisur des Kopfhaares entspringt dem urmenschlichen Bedürfnis nach Schönheit und dem Wissen darum, dass Dichte und Farbe der Haarpracht den Eindruck mitbestimmen, den man auf die Umwelt macht. Schon 4000 Jahre v. Chr., bei den alten Ägyptern, wurden die Haare mit Kämmen, Messern und Haarnadeln zurechtgemacht, wie Gräberfunde bezeugen. Frisuren machen aber nicht nur schön und attraktiv, sie geben auch Auskunft über die Sitten und Besonderheiten einer Zeit, oder über den sozialen Status und Beruf ihres Trägers.

In dieser Bildertour lässt sich verfolgen, wie der Wandel der Haartracht im Laufe der Zeit sich auf Münzen spiegelte.

Mode auf Münzen I: Bärte

Von Carol Schwyzer, © MoneyMuseum 2009

«Bart macht sympathisch», sagen die einen. «Wer einen Bart trägt, hat etwas zu verstecken», meinen die andern. Wieder andere schwören «beim Barte des Propheten». Eines ist gewiss: Bartwuchs ist ein sichtbares Zeichen der Männlichkeit und Zeugungskraft, da er nach erfolgter Pubertät eintritt.

Im alten Rom weihten die jungen Männern die erste Rasur den Göttern, um deren Schutz für das Erwachsenenleben zu erlangen. Durch sein stetiges Nachwachsen wurde der Bart auch zum Symbol der Lebenskraft. Er dient aber auch als körperliches Signal, mit dem ein Mann seine Persönlichkeit und Stellung zum Ausdruck bringen kann.

Ob gelockt, frei wachsend, gestutzt und gedreht oder glatt rasiert – jedenfalls ist das Tragen von Bärten bzw. die Rasur stets an die jeweilige Kultur und Epoche, an gesellschaftliche Verhältnisse und Modeströmungen gebunden. Das spiegeln auch die Porträts der Mächtigen auf ihrem Geld, wie diese Bildertour zeigt.

Herrscherporträts auf der Münze und in der Kunst – eine Gegenüberstellung

Von Carol Schwyzer, © MoneyMuseum 2009

Porträts können so lebensecht sein, dass sie einen das Leben kosten. So landete der französische König Ludwig XVI. 1793 letztlich auf dem Schafott, weil er bei seinem Fluchtversuch ins Ausland in Varennes vom Sohn eines Postmeisters erkannt worden war. Und das bloss, weil er seinem Münzporträt so ähnlich sah!

Wenn Herrscherinnen und Herrscher sich porträtieren lassen, spielen zwei Komponenten mit: der Mensch als Individuum und der Mensch als Repräsentant seines Reiches, Amtes und Volks. Ausserdem lassen sich Regierende gerne von den besten Künstlern ihrer Zeit abbilden. Einerseits, damit jeder Untertan oder Bürger sich vorstellen kann, wie der oberste Chef aussieht. Andrerseits, um ein Bild von sich zu schaffen, das über den Tod hinaus Geltung hat.

Anschauliche Beispiele dafür präsentiert diese Bildertour, die Herrscherporträts auf Münzen solchen der bildenden Kunst gegenüberstellt und so ganz unterschiedliche Facetten der abgebildeten Persönlichkeiten offenbart.

Geldgeschichte I: Geld kann alles sein

Von Aila de la Rive, © MoneyMuseum 2009

Ganz früher, da war alles noch viel komplizierter. Da galten Waren des täglichen Gebrauchs oder Kostbarkeiten als Geld. Und natürlich gab es zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten auch verschiedene Dinge, die getauscht werden konnten.

Geldgeschichte II: Geld als Münzgeld

Von Aila de la Rive, © MoneyMuseum 2009

Lange Zeit bedeutete Geld vor allem: Münzgeld. Münzen hatten einen Wert an sich, weil sie aus Edelmetall bestanden. Auf diesen Wert konnten sich die Leute verlassen.

Geldgeschichte III: Papier-, Plastik- und virtuelles Geld

Von Aila de la Rive, © MoneyMuseum 2009

In China, wo auch die Münzen keinen nennenswerten Metallwert hatten, kam Papiergeld bereits im frühen 11. Jahrhundert auf. Es scheint um 1024 als Notgeld zur Finanzierung eines Krieges herausgegeben worden zu sein, weil Metallgeld knapp geworden war.

Traumsammlung Mildenberg

Leo Mildenberg: «Aus meiner Traumsammlung früher griechischer Münzen»

Auszüge aus einem Vortrag von Leo Mildenberg, Zürich
Das Material stammt aus öffentlichen Sammlungen, privaten Sammlungen und Auktionskatalogen.

Banknoten als Visitenkarte der Schweiz

Von Carol Schwyzer, © MoneyMuseum 2009

Geld geht jeden Tag durch unsere Hände, die verschiedenen Noten erkennen wir dabei an Grösse, Farbe und Zahl. Die Bilder auf der Note und deren Aussagekraft nehmen wir aber kaum wahr. Dabei sind Banknoten mehr als blosse Währungswerte: Sie spiegeln Identität, Kultur, Geschichte und Selbstverständnis eines Landes. Auf den US-Dollar-Scheinen z. B. lesen wir «In God we trust», vom britischen Pfund lächelt uns die Queen entgegen, die indischen Rupiennoten zeigen uns den Asketen Mahatma Gandhi. Und auf den aktuellen Schweizer Banknoten sind berühmte Kunstschaffende aus den verschiedenen Regionen des Landes samt ihrer Werke verewigt.

Die Auffassungen darüber, was die Besonderheit eines Landes ausmacht und wie es sich seinen Bürgern und der Welt präsentieren will, wandelt sich allerdings im Laufe der Zeit, wie die Entwicklung der Schweizer Banknoten von 1911 bis heute zeigt.

Porträts auf Münzen

Von Karin Althaus, © MoneyMuseum 2000

Die Renaissance liebte das Porträt – und veränderte es entscheidend. Denn ob Tafelbild oder Münze: Nicht mehr symbolische, typisierte Gesichter waren nun gefragt, sondern Individualporträts. Und zwar solche im Profil.

Beeinflusst wird diese Entwicklung von der antiken Numismatik. Und sie hat Konsequenzen: Denn im Gegensatz zum ansprechenden, gar bannenden Frontalbildnis wirkt das reine Profil streng. Es schafft Distanz, weil der Blick des Dargestellten sich gar nicht mit dem des Betrachters, der Betrachterin treffen kann. Wer Beispiele dafür sucht, findet sie hier: Münzporträts von ausgesuchter Schönheit – numismatische Kleinkunstwerke eben.