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Signierte Münzen: Antike

Künstlersignaturen setzen eine Stufe von Selbstbewusstsein voraus, die in der griechischen Welt schon im 7. Jahrhundert v. Chr. erreicht wurde, im Orient aber vollständig fehlte. Bei den Griechen tauchten Signaturen in archaischer Zeit auf (ca. 700 v. Chr. bis ca. 500 v. Chr.), als Künstler noch schlicht als Handwerker galten. Damals ging es vor allem darum, bestimmte Erzeugnisse mittels Signatur einer bestimmten Werkstatt zuzuschreiben.

In der klassischen Zeit (ca. 500 v. Chr. bis 336 v. Chr.) waren Künstlersignaturen dann für plastische Werke allgemein üblich. Werke anderer Kunstgattungen hingegen wurden nur zum Teil signiert – etwa wenn sie von besonders herausragenden Künstlern geschaffen worden waren, oder wenn Künstler im Wettbewerb mit anderen Meistern ihr Können demonstrieren wollten.

Peloponnes, Elis, Olympia, Stater, ca. 420 v. Chr., Münzstätte im Heratempel
Denomination Stater
Prägejahr
-420
Material Silber
Sizilien, Syrakus, Tetradrachme, ca. 410 v. Chr., signiert EU
Denomination Tetradrachme
Prägejahr
-410
Material Silber
Sizilien, Dionysios I. (405-367 v. Chr.), 100 Litren (Doppel-Dekadrachme), ca. 400 v. Chr., signiert Kimon, Syrakus
Denomination 100 Litren (Doppel-Dekadrachme)
Prägejahr
-400
Material Gold
Süditalien, Kalabrien, Taras, Stater, ca. 333-330, signiert KAL
Denomination Stater
Prägejahr
-333
Material Silber
Römische Republik, Mark Anton und M. Junius Silanus, Denar, 33 v. Chr.
Denomination Denar
Prägejahr
-33
Material Silber